Residenzprogramm

SCHLOSS BRÖLLIN RESIDENZPROGRAMM

Internationale Künstlergruppen und Künstler*innen können sich um einen Residenzaufenthalt für die Produktion von Tanz-, Theater-, Circus und Performance-Projekten bis zu maximal drei Wochen bewerben.

Schloss Bröllin bietet mehrere Tanzstudios, Produktions- und Seminarräume sowie einen großen Außenbereich - zum Proben, Experimentieren in ruhiger und kreativer Atmosphäre. Das Residenzprogramm auf Schloss Bröllin ermöglicht Ensembles und Gruppen, speziell wenn deren Mitglieder aus verschiedenen Orten/Ländern kommen, eine konzentrierte Produktionsphase. Während des Aufenthaltes werden entsprechende Arbeitsräume, Unterbringung und Verpflegung zur Verfügung gestellt.


RICHTLINIEN

- Diese Residenz steht Künstler*innen aus allen Bereichen der performing arts, aus allen Teilen der Welt offen.


- Bewerbungsschluss ist der 15. August 2020 für einen Residenz Aufenthalt in 2021.

- Die Bewerber*innen sollten bereits eigene Projekte realisiert haben.
- Es muss sich bei dem vorgeschlagenen Projekt um eine Neuproduktion (die schon begonnen haben kann) handeln, und geplante Aufführungstermine hat, oder eine Wiederaufnahme mit Aufführungsterminen.


Die Residenz beinhaltet:


- maximal 3 Wochen Arbeitsräume / Studio und Nutzung vorhandener Technik


- Unterbringung in Mehrbettzimmern 


- Vollverpflegung der Künstlergruppe


- Am Ende der Produktionszeit findet vor Ort eine öffentliche Präsentation der Arbeitsergebnisse statt, zu der Publikum aus der Region sowie die Presse und andere Veranstalter eingeladen werden. Die Werbung dafür übernimmt schloss bröllin (in Absprache).

Das benötigte Werbe- und Pressematerial ist vom Projektleiter zur Verfügung zu stellen. Residenzgruppen verpflichten sich in allen Veröffentlichungen die das geförderte Projekt betreffen, schloss bröllin e.V. deutlich als Co-Produzent (mit Logo) zu kennzeichnen, sowie das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern und der Landkreis Vorpommern-Greifswald und ggf. weitere Förderer.

RESIDENZEN 2020

Die Bewerbungen für 2020 wurden mit den KuratorInnen, Wibke Janssen, Wilma Renfordt, Claire Terrien, Sascha Löschner und Martin Stiefermann gesichtet und in Zusammenarbeit mit dem Vorstand des schloss bröllin e.V. ausgewählt.

Zudem geht das Residenzprogramm 2020 zwei Kooperationen mit dem Flausen Programm "young artists in residence" und dem Choreographen Wettbewerb in Hannover ein.

Die Ausschreibung für das Residenzprogramm 2021 wird voraussichtlich ab Mai 2020 online sein.

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 DSC1279Chris Leuenberger Productions "ain't got no, I got life"
Performative Installation (Schweiz)

Das Projekt beleuchtet den mit Macht und Privilegien behafteten weissen Männerkörper und beschäftigt sich mit Fragen der Ungleichheit aufgrund von Gender und Race. Der Körper des amerikanischen Tänzers Matthew Rogers wird den kritischen Blicken einer Reihe von Frauen aus unterschiedlichen ethnischen Hintergründen ausgesetzt, die zu den Proben von "ain't got no, I got life" eingeladen werden. Ihre Beschreibungen und Interpretationen werden aufgenommen und ausgewertet. Wofür steht der weiße Mann? Was rechtfertigt seine Anwesenheit? Was projizieren wir auf ihn? Die choreographische Struktur basiert auf dem Lied "ain't got no, I got life" von Nina Simone.
Chris Leuenberger: Konzept, Choreographie, künstlerische Leitung. Matthew Rogers: Tanz, Mitarbeit Choreographie. Sally de Kunst: Mentoring. Thomas Jeker: Sound.

Fatin Abbas: Text. Pascale Altenburger, Serena Dankwa, Lea Martini, Monika Truong, Living Smile Vidya: Outside Eyes / Stimmen. Sabine Jud: Produktionsleitung. www.chrisleuenbergerproductions.com
Gefördert durch Kultur Stadt Bern, Kultur Kanton Bern und die Fondation Nestlé pour l’Art.

RESIDENZ: 17.02.-01.03.2020 PRÄSENTATION: 29.03.2020 17 UHR
resi tanja kroneTHE HOUSE / Tanja Krone, Johanna-Yasirra Kluhs
& guests "Mit Echten reden (2): Über Land"

Performance (Deutschland)

Die Wende jährt sich in diesem Jahr zum 30. Mal. Wahlkampagnen machen sich das Jubiläum zu Nutze, eine Vielzahl Gespräche werden geführt, Kunstfestivals entstehen. Tanja Krone war im September 1989 13 Jahre alt. 30 Jahre später fährt sie los, nach Sachsen. Auf der Suche nach dem Wendemoment erkundet sie die Motive, aus denen heraus alle zu dem wurden, was sie heute sind oder zu sein scheinen. In “Mit Echten reden” wird die Differenz zwischen “eigenem” und “fremden” Sprechen porös. Die begonnene Auseinandersetzung werden in einer Reihe von Formaten weitergeführt. Auf Schloss Bröllin arbeiten die Künstler*innen und ihre Gäste an der performativen Gesprächsreihe “Mit Echten reden (2): Über Land”.
Tanja Krone: Konzept & Moderation. Johanna-Yasirra Kluhs: Konzept & Dramaturgie. 
Bärbel Schwarz: Musik. Joel Wardenga: Politische Bildung. www.tanjakrone.de
In Kooperation mit: Stadt Frankenberg / Sa., Club Atomino Chemnitz, Festspielhaus Hellerau, Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn. Unterstützt durch die Bundeszentrale für Politische Bildung.

RESIDENZ: 19.-29.04.2020 PRÄSENTATION: 25.04.2020

"Patient HM - Was ist Gegenwart?" Natalie Baudy / Klemens Hegen  

Theater-Performance (Deutschland)
Informationsüberschuss und digitale Kommunikation ohne jede zeitliche Verzögerung geben uns das Gefühl permanent mit Gegenwart konfrontiert zu werden. Dennoch erleben wir eine große Sehnsucht nach dem Augenblick, nach Gegenwärtigkeit. Ausgehend von der Biographie von Henry Gustav Molaison, der durch eine Gehirnoperation 1956 die Fähigkeit verlor neue Erinnerungen zu bilden und als Patient HM berühmt wurde, wollen wir uns in einem szenischen Projekt mit seinem Zustand des Gefangenseins im Jetzt und mit der Konstitution von Gegenwart beschäftigen. Klemens Hegen und Natalie Baudy besuchten im September 2019 im Rahmen einer Recherchereise Molaisons Heimatort in den USA und wollen aus dem dort gesammelten Material und der wissenschaftlichen Literatur über seinen Fall ein szenisches Projekt entwickeln, in dem ein Performer auf der Bühne im Zusammenspiel mit einer Stimme aus dem Off und einer Videoebene den Zustand der permanenten Gegenwart verhandelt. Gemeinsam mit dem Bühnenbildner und Videodesigner Leonard Schulz und der Kostümbildnerin Josefin Kwon soll Patient HM, gefördert vom Kulturministerium der Stadt Stuttgart, voraussichtlich im September 2020 Premiere feiern. Klemens Hegen: Recherche, Konzept, Inszenierung. Natalie Baudy: Recherche, Konzept, Text. Josefin Kwon: Ausstattung. Hannes Buder: Musik, Franca Burandt und Carolina Burandt: Performerinnen. Friedrich Schmitt: Licht- und Raumdesign. www.klemenshegen.de

Gefördert durch: Projektförderung der Landeshauptstadt Stuttgart 2020,Recherche gefördert durch: Arbeits- und Weiterbildungsstipendium der Stadt München 2019

RESIDENZ: 19.-29.04.2020 PRÄSENTATION: 25.04.2020  

resi koljaKolja Huneck "CM_30"
Zeitgenössischer Circus (Deutschland)

In dieser Produktion ist die Schallplatte weniger ein Symbol, noch hat sie die Funktion einer Schallplatte, viel mehr ist es die Form des Objekts die Kolja Huneck begeistert. Eine dünne Scheibe mit 30cm Durchmesser rotierend in der Luft, rollend am Boden oder in Balance und Stillstand auf dem Körper.
Die Scheiben reflektieren, streuen und färben das Licht, lassen den Raum erstrahlen und eröffnen dem Publikum eine Welt der Farben. Neue Formen, Schatten und Muster entstehen. Einige sehen es als abstraktes Kunstwerk, andere erkennen die Reflexionen von Sonnenlicht unter der Wasseroberfläche. Theoretischer Ausgangspunkt ist die Farbenlehre Goethes, Rudolf Steiners und Josef Albers. Wie kann Philosophie in die Recherche mit Zirkustechniken einfließen?
Kolja Huneck: Darsteller, Projektleitung. Benjamin Richter: Auge von Außen. Jay Gilligan: Künstlerische Beratung. Andrea Salustri: Künstlerischer Beratung. Tim Oelbrandt: Lichtdesign, Illusionen. Arthur Wagenaar: Sounddesign. www.kolja.art
In Kooperation mit: KreativKultur Wien, Circunstruction Rotterdam, La Maison des Jonglages Paris, Bauhausstiftung Dessau, Dommelhof Neerpelt,Belgien.

RESIDENZ: 03.-10.05. | 31.08-05.09.2020  PRÄSENTATION: 09.05.2020  


resi kollapsRen Saibara, Rosiris Garrido, Clara Gracia,
Yuko Matsuyama "Kollaps"

Tanz & Akrobatik (Deutschland / Japan)

Das Anhalten und die Unterbrechung von Bewegungsabläufen stehen bei „Kollaps“ im Vordergrund. Forschungsidee hierbei ist mit Künstler*innen europäischer Akrobatik, indischer Kampfkunst und Nichibu, einem japanischen Tanz, die Nachdrücklichkeit, Symbolhaftigkeit und Vieldeutigkeit beim Anhalten einer Bewegung zu untersuchen.
Zentrale Ausgangsthese der Forschung sind Textauszüge aus „Kollaps: Warum Gesellschaften überleben und untergehen“ des US Geographen Jared M. Diamond, die sich inhaltlich mit dem Forschungsthema „Anhalten“ verknüpfen lassen. „Kollaps“ untersucht Spannung, Verdichtung und Ausstrahlung von Energie beim Stoppen eines Bewegungsablaufes.
Diese Residenz auf Schloss Bröllin ist eine Kooperation mit dem
Residenzprogramm FLAUSEN
(Stipendiengruppe #44)

RESIDENZ: 03.-16.05.2020  PRÄSENTATION:15.05.2020

resi 2madproductionsMAD Projects „Mojo & Moni –
A Love Story at the Edge of the World“
Zirkus-Tanz-Musik-Straßentheater (Deutschland / USA) 

Eine surreale Liebesgeschichte mit zwei flatterhaften Wesen am Rande der Welt. Eine Erzählung über Triumphe und Konfrontationen des Alltags dargestellt durch virtuose Lufttechnik, zeitgenössischem Tanz und Live-Musik. Mojo & Moni versuchen zwischen physischer Metapher und austarierten Beziehungsrollen am Boden zu bleiben während sie durch die Lüfte fliegen – und tanzen. Die Geschichte entwickelt sich dabei zu einer absurd komischen und poetisch gefährlichen Kraftprobe zwischen den beiden.
Howard Katz: Konzept, Akrobatik, Performance, Musik.
Liz William: Konzept, Tanz, Akrobatik, Performance.
Peter Sweet: Konzept, Regie.
Katja Kettner: Administration, "Blick von Außen".
madprojects.berlin | howardkatzz.com | liz-williams.com

 

RESIDENZ: 04.-24.05.2020  PRÄSENTATION: 22.05.2020

resi alb vereinKünstlerkollektiv Der Schwäbische Online-Albverein
Performance-Kunst (Deutschland)

Das Kollektiv geht auf performative Wanderschaft, sowohl on- als auch offline. In tagelangen Performances klicken sie sich durch den Schwarzwald oder erstbesteigen den höchsten Berg des Sonnensystems auf dem Mars, erklären Google Maps zu ihrer Galerie, oder laufen acht Stunden um ein Haus und erklären den entstandenen Trampelpfad zur temporären Skulptur. Der geografische Ort verliert an Bedeutung, zugleich entstehen virtuelle Breiten. Virtuelle und reale Welt verschränken sich, Aktionen in der einen Sphäre wirken sich auf die andere aus. Neue Chancen und Risiken eröffnen sich. Die Realität endet nicht am Bildschirm.
Kai Fischer: Performer, Wanderer, Planer. Helen Weber: Performerin, Wanderin, Planerin.
Marcus Schreiter:Programmierer, Wanderer, Planer. www.s-o-av.de
In Kooperation mit der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.

RESIDENZ: 07/2020  PRÄSENTATION: tba


resi ostprojektBurkhard Körner, Rika Weniger, Noah Voelker
"OST Projekt! Wie macht man gute Kunst für Ostdeutsche?"

Theater-Performance (Niederlande / Deutschland)

Was bedeutet es, aus einem Land zu kommen, das es nicht mehr gibt? Was bedeutet eine ostdeutsche Identität? "OST Projekt!" füllt den Raum zwischen Realität und Fiktion zum Thema ostdeutsche Geschichte mit ganz persönlichen Erfahrungen des Wandels nach 1990 und verschiedenen Sichtweisen zwischen den Generationen.
Um die Situation und ihre eigene Positionen besser zu verstehen, kehrten die Künstler*innen in die östlichen Heimatstädte von Rika und Burkhard zurück, wo sie Geschichten hören und sammeln. Mit diesem Projekt bringen sie den Kern des Themas auf die Bühne, lassen das Publikum Gefühle von Verlust und Transformation aus drei verschiedenen Perspektiven im Theaterraum miterleben.
Burkhard Körner: Regie, Performance, Choreografie. Rika Weniger: Regie, Performance, Produktion. Noah Voelker: Regie, Dramaturgie, Performance, Management. un-erhoert.jimdofree.com
Gefördert durch: Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Heinrich Böll Stiftung, "Demokratie leben!", Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, Festival „Aufstand der Utopien“, Chemnitz. 

RESIDENZ: 24.08-07.09.2020  PRÄSENTATION:05.09.2020

2020 RES Cooperativa Maura Morales749022Cooperativa Maura Morales "Subjection (AT)"
Tanztheater (Deutschland / Kuba)

Maura Morales legt den Fokus aus einer femininen Perspektive auf die künstlerische Aufarbeitung zweier Kernbegriffe menschlichen Leidens: Abhängigkeit und Unterwerfung. In diesem Stück wird diese Abhängigkeit durch die Beziehung zwischen Musiker und Tänzerinnen verdeutlicht.
Auf der einen Seite der Musiker, der keine „eigenen“ Sounds erzeugt, sondern auf das Erzeugen der Sounds durch die Tänzerinnen angewiesen ist, um diese dann bearbeiten zu können. Auf der anderen Seite die Tänzerinnen, reduziert auf das Produzieren von Klängen, verbunden mit dem Musiker durch eine Vielzahl von Kabeln. Dieses zunächst sehr klar nachvollziehbare Bild der Abhängigkeit zwischen Mensch und Maschine mutiert im weiteren Verlauf des Stücks zu einer Metapher für die Abhängigkeit und Unterwerfung der Frau durch ein von Männern dominiertes Weltbild. 
Maura Morales: Choreographie. Michio Woirgardt: Regie und Produktion. www.mauramorales.de
In Kooperation mit: Ringlokschuppen/Ruhr und FFT-Düsseldorf  Foto© Klaus Handner

RESIDENZ: 13.09-27.09.2020  PRÄSENTATION: 26.09.2020


resi metanoia theaterMetanoia Theatre „Shahmeran“
Kinder-Theater (Australien/Türkei)

Shahmeran ist eine physische und visuelle Theaterarbeit für Kinder, die von der australischen Theatergruppe Metanoia Theatre in Zusammenarbeit mit der Maltepe Universität in der Türkei und türkischen Künstlern geschaffen wurde. Die Arbeit wird auf dem Mardin International Children and Youth Theatre Festival vom 1. bis 8. November 2020 präsentiert. Shahmeran ist eine mythologische Göttin, die aus Mesopotamien stammt, eine wichtige kulturelle Figur im Mardin-Gebiet, die sich mit Themen wie Natur, Leben, Heilung, Kraft und Ewigkeit beschäftigt. Shahmeran ist eine halb menschliche Halbschlangenfigur, die als Beschützerin gegen das Böse und als Symbol für Transformation dient. Diese Arbeit ist sehr visuell und stilisiert, mit wenig Sprache und beinhaltet viele universelle Themen.
Gorkem Acaroglu: Künslerische Leitung & Regie.
Zerrin Yanikkaya: Dramaturgie. Hicran Demir: Darstellerin. Greg Ulfan: Darsteller. Zinnure Ture: Darstellerin. www.gorkemacaroglu.com
In Kooperation mit: Maltepe-UniversitätKinder- und Jugendtheaterfestival Mardin.
Gefördert durch das Australia Council for the Arts.

RESIDENZ: 17.10.-30.10.2020  PRÄSENTATION: 29.10.2020

 

 

Permanent artist in residenceOmnivolant und Anneli Ketterer.

Info & Kontakt: Martin Stiefermann, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Das Residenzprogramm des schloss bröllin e.V. wird gefördert durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern und dem Landkreis Vorpommern-Greifswald.

Residenzprogramm 2019