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Residenzprogramm 2020

Die Bewerbungen für 2020 wurden mit den KuratorInnen, Wibke Janssen, Wilma Renfordt, Claire Terrien, Sascha Löschner und Martin Stiefermann gesichtet und in Zusammenarbeit mit dem Vorstand des schloss bröllin e.V. ausgewählt.

Zudem geht das Residenzprogramm in 2020 zwei Kooperationen ein. Mit dem Flausen Programm, Jung artist in residence und dem Choreographen Wettbewerb in Hannover.

Die Ausschreibung für das Residenzprogramm 2021 wird voraussichtlich ab Mai 2020 online sein.


resi laetitia arnaudLaetitia Arnaud Company " Extinction des Feux" 
Tanz (Frankreich)

Hier wird das Zweifeln erforscht. Ein Gefühl, ein Eindruck, eine andere Realität, die von einem inneren Übel zu kommen scheint. Ein Zweifel muß nicht zwingend das Selbstvertrauen untergraben, kann aber das tägliche Leben beeinflussen.
Im Allgemeinen sind Zweifel nicht sehr beliebt, weil sie zu negativen Definitionen verleiten und Aufgrund fehlender Antworten eine höllische Spirale von Fragen in Gang bringen. So sehr sich die Menschheit auch entwickeln mag, Zweifel sind die obligatorischen Begleiter der menschlichen Evolution. Ich zweifle, also bin ich?
Laetitia Arnaud: Choreographie. Clara Protar: Tanz.
Aurélien Bednarek: Tanz. Julien Arnaud: Musik.
Benjamin Croizy: Leitung Technik und Beleuchtung. www.cielaetitiaarnaud.com
In Kooperation mit Micadanses-Paris und La Bergerie de Soffin.

Die Residenz auf Schloss Bröllin wurde als Produktionspreis Choreographen Wettbewerb Hannover gefördert.


resi kollapsRen Saibara, Rosiris Garrido, Clara Gracia,
Yuko Matsuyama "Kollaps"

Tanz & Akrobatik (Deutschland / Japan)

Das Anhalten und die Unterbrechung von Bewegungsabläufen stehen bei „Kollaps“ im Vordergrund. Forschungsidee hierbei ist mit Künstler*innen europäischer Akrobatik, indischer Kampfkunst und Nichibu, einem japanischen Tanz, die Nachdrücklichkeit, Symbolhaftigkeit und Vieldeutigkeit beim Anhalten einer Bewegung zu untersuchen.
Zentrale Ausgangsthese der Forschung sind Textauszüge aus „Kollaps: Warum Gesellschaften überleben und untergehen“ des US Geographen Jared M. Diamond, die sich inhaltlich mit dem Forschungsthema „Anhalten“ verknüpfen lassen. „Kollaps“ untersucht Spannung, Verdichtung und Ausstrahlung von Energie beim Stoppen eines Bewegungsablaufes.
Diese Residenz auf Schloss Bröllin ist eine Kooperation mit dem
Residenzprogramm FLAUSEN
(Stipendiengruppe #44)


resi ostprojektBurkhard Körner, Rika Weniger, Noah Voelker
"OST Projekt! Wie macht man gute Kunst für Ostdeutsche?"

Theater-Performance (Niederlande / Deutschland)

Was bedeutet es, aus einem Land zu kommen, das es nicht mehr gibt? Was bedeutet eine ostdeutsche Identität? "OST Projekt!" füllt den Raum zwischen Realität und Fiktion zum Thema ostdeutsche Geschichte mit ganz persönlichen Erfahrungen des Wandels nach 1990 und verschiedenen Sichtweisen zwischen den Generationen.
Um die Situation und ihre eigene Positionen besser zu verstehen, kehrten die Künstler*innen in die östlichen Heimatstädte von Rika und Burkhard zurück, wo sie Geschichten hören und sammeln. Mit diesem Projekt bringen sie den Kern des Themas auf die Bühne, lassen das Publikum Gefühle von Verlust und Transformation aus drei verschiedenen Perspektiven im Theaterraum miterleben.
Burkhard Körner: Regie, Performance, Choreografie. Rika Weniger: Regie, Performance, Produktion. Noah Voelker: Regie, Dramaturgie, Performance, Management. un-erhoert.jimdofree.com
Gefördert durch: Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Heinrich Böll Stiftung, "Demokratie leben!", Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, Festival „Aufstand der Utopien“, Chemnitz. 


resi metanoia theaterMetanoia Theatre „Shahmeran“
Kinder-Theater (Australien/Türkei)

Shahmeran ist eine physische und visuelle Theaterarbeit für Kinder, die von der australischen Theatergruppe Metanoia Theatre in Zusammenarbeit mit der Maltepe Universität in der Türkei und türkischen Künstlern geschaffen wurde. Die Arbeit wird auf dem Mardin International Children and Youth Theatre Festival vom 1. bis 8. November 2020 präsentiert. Shahmeran ist eine mythologische Göttin, die aus Mesopotamien stammt, eine wichtige kulturelle Figur im Mardin-Gebiet, die sich mit Themen wie Natur, Leben, Heilung, Kraft und Ewigkeit beschäftigt. Shahmeran ist eine halb menschliche Halbschlangenfigur, die als Beschützerin gegen das Böse und als Symbol für Transformation dient. Diese Arbeit ist sehr visuell und stilisiert, mit wenig Sprache und beinhaltet viele universelle Themen.
Gorkem Acaroglu: Künslerische Leitung & Regie.
Zerrin Yanikkaya: Dramaturgie. Hicran Demir: Darstellerin. Greg Ulfan: Darsteller. Zinnure Ture: Darstellerin. www.gorkemacaroglu.com
In Kooperation mit: Maltepe-UniversitätKinder- und Jugendtheaterfestival Mardin.
Gefördert durch das Australia Council for the Arts.


resi 2madproductionsMAD Projects 
„Mojo & Moni –
A Love Story at the Edge of the World“
Zirkus-Tanz-Musik-Straßentheater (Deutschland / USA) 

Eine surreale Liebesgeschichte mit zwei flatterhaften Wesen am Rande der Welt. Eine Erzählung über Triumphe und Konfrontationen des Alltags dargestellt durch virtuose Lufttechnik, zeitgenössischem Tanz und Live-Musik. Mojo & Moni versuchen zwischen physischer Metapher und austarierten Beziehungsrollen am Boden zu bleiben während sie durch die Lüfte fliegen – und tanzen. Die Geschichte entwickelt sich dabei zu einer absurd komischen und poetisch gefährlichen Kraftprobe zwischen den beiden.
Howard Katz: Konzept, Akrobatik, Performance, Musik.
Liz William: Konzept, Tanz, Akrobatik, Performance.
Peter Sweet: Konzept, Regie.
Katja Kettner: Administration, "Blick von Außen".
madprojects.berlin | howardkatzz.com | liz-williams.com


resi tanja kroneTHE HOUSE / Tanja Krone, Johanna-Yasirra Kluhs
& guests "Mit Echten reden (2): Über Land"

Performance (Deutschland)

Die Wende jährt sich in diesem Jahr zum 30. Mal. Wahlkampagnen machen sich das Jubiläum zu Nutze, eine Vielzahl Gespräche werden geführt, Kunstfestivals entstehen. Tanja Krone war im September 1989 13 Jahre alt. 30 Jahre später fährt sie los, nach Sachsen. Auf der Suche nach dem Wendemoment erkundet sie die Motive, aus denen heraus alle zu dem wurden, was sie heute sind oder zu sein scheinen. In “Mit Echten reden” wird die Differenz zwischen “eigenem” und “fremden” Sprechen porös. Die begonnene Auseinandersetzung werden in einer Reihe von Formaten weitergeführt. Auf Schloss Bröllin arbeiten die Künstler*innen und ihre Gäste an der performativen Gesprächsreihe “Mit Echten reden (2): Über Land”.
Tanja Krone: Konzept & Moderation. Johanna-Yasirra Kluhs: Konzept & Dramaturgie. 
Bärbel Schwarz: Musik. Joel Wardenga: Politische Bildung. www.tanjakrone.de
In Kooperation mit: Stadt Frankenberg / Sa., Club Atomino Chemnitz, Festspielhaus Hellerau, Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn. Unterstützt durch die Bundeszentrale für Politische Bildung


image.pngCooperativa Maura Morales "Subjection (AT)"
Tanztheater (Deutschland / Kuba)

Maura Morales legt den Fokus aus einer femininen Perspektive auf die künstlerische Aufarbeitung zweier Kernbegriffe menschlichen Leidens: Abhängigkeit und Unterwerfung. In diesem Stück wird diese Abhängigkeit durch die Beziehung zwischen Musiker und Tänzerinnen verdeutlicht.
Auf der einen Seite der Musiker, der keine „eigenen“ Sounds erzeugt, sondern auf das Erzeugen der Sounds durch die Tänzerinnen angewiesen ist, um diese dann bearbeiten zu können. Auf der anderen Seite die Tänzerinnen, reduziert auf das Produzieren von Klängen, verbunden mit dem Musiker durch eine Vielzahl von Kabeln. Dieses zunächst sehr klar nachvollziehbare Bild der Abhängigkeit zwischen Mensch und Maschine mutiert im weiteren Verlauf des Stücks zu einer Metapher für die Abhängigkeit und Unterwerfung der Frau durch ein von Männern dominiertes Weltbild. 
Maura Morales: Choreographie. Michio Woirgardt: Regie und Produktion. www.mauramorales.de
In Kooperation mit: Ringlokschuppen/Ruhr und FFT-Düsseldorf  Foto© Klaus Handner


resi koljaKolja Huneck "CM_30"

Zeitgenössischer Circus (Deutschland)

In dieser Produktion ist die Schallplatte weniger ein Symbol, noch hat sie die Funktion einer Schallplatte, viel mehr ist es die Form des Objekts die Kolja Huneck begeistert. Eine dünne Scheibe mit 30cm Durchmesser rotierend in der Luft, rollend am Boden oder in Balance und Stillstand auf dem Körper.
Die Scheiben reflektieren, streuen und färben das Licht, lassen den Raum erstrahlen und eröffnen dem Publikum eine Welt der Farben. Neue Formen, Schatten und Muster entstehen. Einige sehen es als abstraktes Kunstwerk, andere erkennen die Reflexionen von Sonnenlicht unter der Wasseroberfläche. Theoretischer Ausgangspunkt ist die Farbenlehre Goethes, Rudolf Steiners und Josef Albers. Wie kann Philosophie in die Recherche mit Zirkustechniken einfließen?
Kolja Huneck: Darsteller, Projektleitung. Benjamin Richter: Auge von Außen. Jay Gilligan: Künstlerische Beratung. Andrea Salustri: Künstlerischer Beratung. Tim Oelbrandt: Lichtdesign, Illusionen. Arthur Wagenaar: Sounddesign. www.kolja.art
In Kooperation mit: KreativKultur Wien, Circunstruction Rotterdam, La Maison des Jonglages Paris, Bauhausstiftung Dessau, Dommelhof Neerpelt,Belgien.


resi petraBerit Einemo Frøysland "Petra"
Zeitgenössischer Tanz (Deutschland / Norwegen)

Ein Solotanzstück zu Rainer Werner Fassbinders „Die bitteren Tränen der Petra von Kant“ (1973). Der Film ist ein Dreiecksmelodram über eine erfolgreiche Modedesignerin und die tragische Liebe zu ihrem jüngeren Model und Schützling Karin.
Mit diesem Solo untersucht Berit Einemo Frøysland die Körpersprache der Filmfigur "Petra" - ein komplexer Charakter aus dem Fassbinder-Universum, eine Mischung zwischen Hollywood-Star, griechischer Nymphe und Fashion Model. Die Choreographin sucht eine Erzähllinie von komponierten Bewegungen bis zum Kontrollverlust. Vom Ausrutschen, Fallen, Stolpern bis zum Verlust jeglichen Geschmacks und jeder Würde.
Berit Einemo Frøysland: Choreografie, Tanz. Philipp Rhensius: Sounddesign. Leonie Brandner: Kostüm. Stefan Britze: Bühnenbild www.beritfroysland.com
In Kooperation mit: dock 11 Berlin, Tandem Programm / LAFT Berlin. Gefördert durch das Arts Council Norway. 


resi chis leuenbergerChris Leuenberger Productions "ain't got no, I got life"
Performative Installation (Schweiz)

Das Projekt beschäftigt sich mit Fragen der Ungleichheit aufgrund von Geschlecht und Rasse. Der Körper des amerikanischen Tänzers Matthew Rogers wird den kritischen Blicken einer Reihe Frauen aus unterschiedlichen ethnischen und sozialen Hintergründen ausgesetzt, die zu den Proben von "ain't got no, I got life" eingeladen werden. Ihre Beschreibungen und Interpretationen werden aufgenommen und ausgewertet. Wofür steht der weiße Mann? Was rechtfertigt seine Anwesenheit? Was projezieren wir auf ihn? Die choreographische Struktur basiert auf dem Lied "ain't got no, I got life" von Nina Simone.
Chris Leuenberger: Konzept, Choreographie, künstlerische Leitung. Matthew Rogers: Tanz, Mitarbeit Choreographie. Sally de Kunst: Dramaturgie, Mitarbeit Konzeptentwicklung. Thomas Jeker: Klangkünstler. Fatin Abbas, Lea Martini, Living Smile Vidya, Simone Truong, Saadet Türköz: Blicke von Außen / Stimmen.
Sabine Jud: Produktionsleitung. chrisleuenbergerproductions.com
Gefördert durch Kultur Stadt Bern und Kultur Kanton Bern.


resi alb vereinKünstlerkollektiv Der Schwäbische Online-Albverein
Performance-Kunst (Deutschland)

Das Kollektiv geht auf performative Wanderschaft, sowohl on- als auch offline. In tagelangen Performances klicken sie sich durch den Schwarzwald oder erstbesteigen den höchsten Berg des Sonnensystems auf dem Mars, erklären Google Maps zu ihrer Galerie, oder laufen acht Stunden um ein Haus und erklären den entstandenen Trampelpfad zur temporären Skulptur. Der geografische Ort verliert an Bedeutung, zugleich entstehen virtuelle Breiten. Virtuelle und reale Welt verschränken sich, Aktionen in der einen Sphäre wirken sich auf die andere aus. Neue Chancen und Risiken eröffnen sich. Die Realität endet nicht am Bildschirm.
Kai Fischer: Performer, Wanderer, Planer. Helen Weber: Performerin, Wanderin, Planerin.
Marcus Schreiter:Programmierer, Wanderer, Planer. www.s-o-av.de
In Kooperation mit der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.

 

Permanent artist in residenceOmnivolant und Anneli Ketterer.

Info & Kontakt: Martin Stiefermann, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Das Residenzprogramm des schloss bröllin e.V. wird gefördert durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern und dem Landkreis Vorpommern-Greifswald.

Residenzprogramm 2019