Rafi Martin
Blocken und Schlagen. eine feministische Aneignung der Gewalt durch das Boxen
Figurentheater
Deutschland

Bodies and Blows untersucht und verbindet Fragen aus den Bereichen Gender und Kampfsport/Kampfkunst. Das Stück zeigt Körper von Frauen* (Körper, die als weiblich sozialisiert sind und sich als queer, trans, intersexuell oder weiblich identifizieren), die Kampfkunst praktizieren. Mit den Mittel des zeitgenössischen Figurentheaters stellen wir die Frage nach möglichen Metamorphosen des Körpers und deren Konsequenzen für die Gesellschaft. Wir wollen in dieser Arbeit die Körper von vier professionnellen Boxerinnen* als szenisches und konkretes Material betrachten, als Materie von Muskeln, Gelenken, Haut, Flüssigkeiten, aber auch als Ort geistiger Disziplin. Der Körper als Verdinglichung des Willens und schließlich als Ort möglicher Solidarität. Körper, die Schläge geben und empfangen können, Körper als Ort einer “Poetik der Muskeln und des Widerstands”, auf der Suche nach einer körperlichen Geschlechtsutopie.
Ziel der Arbeit ist es, diese Metamorphose in ihrer Theatralik aufzuzeigen, diese Mutation auf philosophische und künstlerische Weise im Hinblick auf den neuen Platz zu hinterfragen, den sie auf sozialer, physischer und symbolischer Ebene einnehmen können.
TEAM
Regie: Rafi Martin
Künstlerische Kollaboration: Julika Mayer
Dramaturgie : Kristianne Salcines
Lichtdesign und  Bühnenbild: Joachim Fleischer
Performer*innen: Edna Martinez, Kristianne Salcines, Linos Bitterling
(Boxen), Li Kemme (Figurentheater)
Komposition/Musik: Isabel Gonzalez Toro
Video : Cécile Friedmann
Mitarbeit: Anne Brüssau