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KunstAcker

KunstAcker (1)

 

Den Boden für Kultur bereiten

KunstAcker Modell Juli 2019Ein Bodenlabor für Kunst und Wissenschaft. 
Das regionale und partizipative Projekt wandelt ein Stück Acker in einen interdisziplinären und transkulturellen Boden-Aktionsraum. Hier soll mit allen Sinnen und mit Verstand erlebt, geforscht, entwickelt und adaptiert werden, um die Wahrnehmung der Relevanz von Boden und Kultur in der Gesellschaft zu schärfen.

Das 600 m2 große Stück Ackerboden in Bröllin bietet vorhandene Erdmaterialien und den geeigneten räumlichen Fokus für praxisbezogene, künstlerische und gesellschaftliche Forschungsarbeit. Auf dem KunstAcker wird mit allen Sinnen und mit Verstand erlebt, geforscht, entwickelt und adaptiert, um die Wahrnehmung der Relevanz von Boden und Kultur in der Gesellschaft zu schärfen.
Zur Zeit wird die grobe Landschaftsgestaltung des KunstAckers durch die Umschichtung des Aushubs auf dem Gelände durchgeführt. Die weitere Bearbeitung und detaillierte Gestaltung der verschiedenen Arbeitsbereiche auf dem KunstAcker erfolgt dann in Arbeitstreffen, Workshops und den Kunst-Residenzen.

Workshops 2019:

Lehmbau 3. September | 9:00-18:00
Mit Beatrice Ortlepp, Lehmbaufachfrau, Diplom-Pädagogin, Neu Kosenow.
Bodenfenster 16. September | 9:00-17:00. Mit Axel Schröder, Geognostics, Berlin
Lebensraum Boden 18. September | 16:00-20:00. Mit Anneli Ketterer, Boden-Künstlerin, Bröllin.
Kompost – Terra Preta – Bokashi – Biol 21. September | 10:00-17:00.
Mit Carmen Schwartz und Gastón Boudon, Soil Hub Berlin. soil-hub.org
Erd-Raum: Konzeption, Erstellung und Brennung | 03.-06. Oktober. Mit Töpfermeister Rudolph Markuske, Sternhagen

Die Teilnahme an den Workshops ist kostenlos. 
Verpflegung 8€ pro Person/ Tag. 


Anmeldung: Susanne Völlm, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die erste öffentliche Präsentation findet zu KUNSTHEUTE vom 3.-6. Oktober 2019 statt.

www.kunstacker.org 

www.facebook.com/BodenlaborBroellin

Uns kontaktieren: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Änderungen vorbehalten.

 

KunstAcker Juli 2019

Das Thema Boden und Mensch steht im Mittelpunkt des KunstAcker-Projekts. Um sich auf der Erde entwickeln zu können, ging der Mensch fundamentale Verbindungen zum Boden ein. So bezieht er sich im lateinischen Wort Cultura auf die Pflege der geistigen Güter wie auch auf die Pflege des Bodens. Im Anthropozän jedoch betreibt er Raubbau an der Erde, seine Verbindung zu Boden und Kultur verliert sich. Der KunstAcker gibt den örtlichen Rahmen, diese Verbindung wieder ins Bewusstsein zu rücken.

2015 stellte der Produktionsort Schloss Bröllin der Decrustate-Künstlerin Anneli Ketterer eine 600 m² große Ackerfläche zur künstlerischen Entwicklung zur Verfügung. Projektpartner aus der nahe gelegenen Stadt Pasewalk sind u.a. das Museum, der KunstgARTen und die Untere Naturschutzbehörde.

Der KunstAcker wird in Arbeitstreffen, Workshops und Kunstresidenzen mit Hilfe des regionalen Boden-Netzwerks gemeinschaftlich konzipiert und prozesshaft erstellt.

Er erhält fünf Arbeitsräume: einen Raum der Transformation (Kompost-Bodenbildung), einen in vorhandene Tonschichten gebrannten Erd-Raum (begehbare Bodenskulptur), ein Open-Air-Tanzstudio mit Sandboden, einen Raum des Bodenlebens und einen des Wachstums.

Kultiviert werden sozialpolitische und ökologische Themen mittels Erd-Objekten, Installationen, Land-Art, Musik, Tanz und Theater. Beackert werden Themen wie Bodenversieglung und Erosion, Bodenbesitz, Landflucht, Mythologien und Ideologien, Ausbeutung von Rohstoffen bis hin zu Ernährung. 

2019 organisiert das Brölliner Team Arbeitstreffen und öffentliche Workshops zum Aufbau des Boden-Netzwerks und des KunstAckers. Geplant sind Workshops zur Landschaftsgestaltung, zur Erstellung von Lehmwänden und des Raums der Transformation, zur dortigen Herstellung von Terra Preta und zum Brennen einer Raumskulptur in der Tonschicht des Ackers.
Das naturwissenschaftliche Bildungsprojekt Bodenfenster entwickelt sein Programm für den KunstAcker, und die Untere Naturschutzbehörde erarbeitet das Ökosystem Boden für den Raum des Bodenlebens. Drei Residenzen für nationale und internationale Künstler*innen bilden Meilensteine in der Entwicklung des KunstAckers. Sie machen mit Skulpturen, Objekten, Tanz und Musik die Bedeutung und Funktion des Bodens sinnlich erfahrbar. Ein Boden-Erntefest bündelt alle Arbeitsergebnisse und öffnet den KunstAcker der Öffentlichkeit.

2020 werden die fünf Arbeitsräume des KunstAckers mit dem Fokus auf die Schärfung der Sinne weiterentwickelt. Regionale Künstler*innen in Tanz- und Theater-Residenzen bearbeiten und bespielen nun den KunstAcker. Arbeitsergebnisse des KunstAckers fließen in adaptierter Form in die Erstellung und Bespielung eines weiteren Erd-Raums für den KunstgARTen Pasewalks ein.
Boden-Erntefeste finden nun im KunstAcker und im KunstgARTen statt. Das Brölliner Team erstellt abschließend ein Handbuch, um bundesweit die Schaffung weiterer Erd-Räume für Kunst und Gesellschaft zu unterstützen.

In der Fokussierung auf den Boden als Ursprung der menschlichen Kultur ist der Brölliner KunstAcker das erste Bodenlabor der Künste seiner Art, er soll als Langzeitprojekt des schloss bröllin e.V. etabliert werden. Das Projekt will das Selbstwertgefühl der Landbevölkerung, das Bodenbewusstsein der Stadtbevölkerung und den Stellenwert der Künste für die Gesellschaft nachhaltig stärken. 

© Decrustate-Kollektiv 2019


Kontakt: kunstacker(a)broellin.de

Show room Decrustate-Kollektiv: Kopenhagener Str. 29, 10437 Berlin - decrustate.net

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Gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages und durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern.