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Das Paradies der Volksgemeinschaft

22.08. Kleine Germanen 17:30 Filmveranstaltung mit anschließendem Gespräch.

Dokumentarfilm, Deutschland/Österreich, 2018, 90 min Regie: Frank Geiger, Mohammad Farokhmanesh.
Der Film „Kleine Germanen“ gibt verstörende Einblicke in eine real existierende Parallelwelt,die ideologisch von Hass, Kontrolle, Ausgrenzung und Unterordnung geprägt ist. Was ist das für bestimmte Zielgruppen Faszinierende an dieser, in ihrer Wertung schwarz-weiß getönten, Welt? 
Information zum Film...

Im Gespräch mit Bernd Sahling (Film- und Hörstücke-Autor und Regisseur aus Berlin), Katja Lucke (Dokumentationszentrum Prora) Sascha Lübs,(SKBZ Neubrandenburg) und Götz Lehmann (Projektleiter MODEM) verfolgen wir zwei Phänomene: einmal wie diese Ideologie ihr Klientel in der heutigen Zeit findet und andererseits, wie diese Gedankenwelt in aktuell politische Auseinandersetzungen einfließt und jede offene Diskussion und zunehmend gesellschaftliche Grundströmungen beeinflusst.

Parallel kann die Ausstellung "Volksgemeinschaft" des Forschungs- und Dokumentationszentrum Prora besichtigt werden.

MODEM PRORA ausstellung header

Eine Wanderausstellung des Dokumentationszentrums Prora über das »KdF-Seebad« in Prora und die deutsche »Volksgemeinschaft«

Die Ausstellung besteht aus 2 Teilen:

- Die Vorstellung von der nationalsozialistischen »Volksgemeinschaft« wird erläutert und der historische Ort »Prora« und damit die NS-Freizeitpolitik in den weiteren Kontext der Arbeits- und Sozialgeschichte dieser Zeit eingebettet.

- Die Ausstellung dokumentiert die Bau- und Nutzungsgeschichte des als »KdF Seebad« für 20.000 Urlauber geplanten Gebäudekomplexes von 1935 bis in die Gegenwart, in der er seit 1992 denkmalgeschützt ist.

Begleitend wird ein Workshop am 22. Juni angeboten.
Informationen dazu bei Götz Lehmann, Projektleiter MoDem: 039747 565023 und Alenka Baehrens: baerens(@)arbeitundlebenmv.de 

Ausstellungseröffnung 20. Juni 2019, 17 Uhr

Die Ausstellung »Volksgemeinschaft« befasst sich mit der Vereinnahmung und des Missbrauchs von ausgewählten kultur- historischen Facetten der deutsch-germanischen Geschichte und der daraus abgeleiteten Projektion eines Gemeinwesens einer »auserwählten« Rasse, welche ihren Herrschaftsanspruch durch die Herabwürdigung anderer Völker und Menschen- gruppen proklamiert.

Die »Volksgemeinschaft« steht für das Bemühen des NS-Regimes, die Arbeiter, deren Parteien und Organisationen 1933 zerschlagen worden waren, zu befrieden und für die Kriegs-, Lebensraum- und Rassenpolitik zu gewinnen. Statt Entspannung im privaten Familienkreis zu ermöglichen, sollte in gemeinsamen Aktivitäten und Ritualen das Ideal einer egalitären »Volksgemeinschaft« befördert werden. Wer ethnisch oder politisch nicht in sie passte, wurde auch aus der NS-Freizeitpolitik ausgestoßen. Schon damals wurde mit Mythen, Lügen und »fake News« gearbeitet. Die »Nerven des Volkes« sollten für den nächsten Krieg gestärkt werden.

Zur Eröffnung der Ausstellung wird Katja Lucke vom Forschungs- und Dokumentationszentrum Prora zum Ansatz der Ausstellung, sowie der Gegenwart und der Zukunft des Erinnerungsortes Prora referieren. Danach wird Prof. Dr. Manfred Grieger in seinem Vortrag den gesellschaftlichen Kontext der »Volksgemeinschaft« in der nationalsozialistischen Ideologie und dem aktuellen Umgang damit erläutern.

Im Anschluss an die Vorträge diskutieren Sandra Nachtweih, Bürgermeisterin Pasewalk, und Christian Peplow, Heimat- verband MV, Leiter Büro Vorpommern, gemeinsam mit den beiden Referenten unter der Leitung von Götz Lehmann, Leiter Projekt MODEM / Arbeit und Leben MV, die Möglichkeiten der kritischen Rezeption des Ausstellungsthemas in der Gegenwart. Wo und wie kann sich die Zivilgesellschaft heute einer kritischen Auseinandersetzung mit der Ideologie der »Volksgemeinschaft« stellen? Welche Formate wären insbesondere in den ländlichen Regionen praktikabel?

17 Uhr Begrüßung, danach Einführung in die Ausstellung Katja Lucke und Vortrag Prof. Dr. Manfred Grieger ca. 17:50 Uhr Diskussion und danach Rundgang durch die Ausstellung!

Pressemitteilung zur Ausstellung.

Die Ausstellung wird im Rahmen vom Modellprojekt »MODEM« in Trägerschaft von Arbeit und Leben MV e.V. in Zusammenarbeit mit dem Forschungs- und Dokumentationszentrum Prora und dem Schloss Bröllin e.V. realisiert und wird bis zum 23.8.19 gezeigt.

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