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Up until 1945, Bröllin was one of numerous villages
dominated by estates close to the border between North Uckermark and Vorpommern.
Bröllin has always been part of Uckermark, which now makes up most of
the Brandenburg district of the same name. Only the most north-easterly
area, which includes Bröllin, is now a part of Mecklenburg-Vorpommern.
The first historical references to Bröllin, named Bralin after the seigneurs
at the time, have been traced back to 1233. According to the land register
in 1375, the same family still owned the estate, which was now called
Brellyn. At that time, Bröllin comprised of 50 'hooves' (one 'hoof' was
a piece of land which could be farmed using one horse); this corresponds
to the current area of Bröllin, 624 hectares.
After changing hands several times, the estate was purchased by the agriculturalist
and landowner Stoewahs in 1854. Agriculture was then booming due to new
technological developments. In 1860, a distillery is referred to, this
was to be found in the middle of the complex of buildings on the estate.
After taking over the estate, Stoewahs expanded and restructured it and
the farm buildings which now stand on the site are mostly from this period.
Following the 1945 land reform, the estate was run by various production
cooperatives until the upheavals of 1990. In 1992, the Schloss Bröllin
association rented the estate from the trustees and began to restore and
reconstruct the buildings. The estate was registered as a listed building
in 1993. The Schloss Bröllin Association has owned the site since autumn
2000.Geländes.
Historische Daten
1233
Gutshof-Besitzer: Robertus de Bralin
1244
Gutshof-Besitzer: Nicolaus de Brelin
1375
Gutshof-Besitzer: Brellyn
1375 - 1738
Besitzer von Lindstedt, der Pfarrer Heinrich genannt Wildberg hat Hebungen
auf Lebenszeit
1375
50 Hufe; 3 PfarrHf; 15 Hf sind besetzt; 1 Krug; 14 1/2 Kossäten Höfe
1422
Wohnsitz der von Lindstedt
1540
wird das Dorf Brallin genannt
1573
wird das Dorf Brollin genannt
1573
1 Schulze, 3 Kossäten, 1 Hirte, 1 v. Lindtstedt Pachtschäfer
1578
6 Bauern, 3 Kossäten 1684 Rittersitz
1671
wohnte der Pfarrer in Bröllin, ansonsten kam dieser von oder die Menschen
von B. gingen nach Kloster Pasewalk, Prenzlau oder Brüssow, auch Fahrenwalde
1688
alle Bauern- und Kossäten-Höfe sind wüst
1711
3 Kossäten, 1 Pachtschäfer, 1 Hirte ohne Vieh
1718
Gutshof auf 20 J. wiederverkäuflich veräußert, zunächst an v. Holzendorf
1726
verkauft an von Saldern
1728
an Prüwer weiterverkauft
1734
5 Kossäten, 8 Häuslinge, 1 Schmied, 2 Leinenweber, 1 Schneider, Schäfer,
1 Hirte, 10 Knechte, 3 Mägde, ; 12 Hufe, 12 Morgen, 181 Quadratmeter
1739
Erb- und Lehnsrecht wegen Desertion des letzten von Lindstedt übertragen
1745
Dorf, 4 Bauern
1756/57
Rittergut
1775
Dorf, Rittersitz, Schäferei; 4 Bauern, 22 Büdner, Einleger und andere
Einwohner; 18 Feuerstellen
1782 - 1854
Besitzer v. Winterfeld auf Neuensund... nach
1804
durch Verehelichung v. Wedel auf Malchow
1819
Ziegelei; zwischen 1808 und 1818 errichtet
1840
10 Häuser
1854 - 1872
Gutshof-Besitzer: Stöwahs
1860
Gut; 10 Wohnungen; 17 Wirtschaftsgebäude. 1 Brennmeister, 1 Lehrer. Beschreibung
der Flächen: 1547 Mg gesamt, davon 6 Mg. Gehöfte, 3 Mg. Gartenland, 1347
Mg. Acker, 126 Mg. Wiese, 65 Mg. Weide
1900
11 Wohnhäuser
1931
17 Wohnhäuser
1949
497 ha wurden enteignet, davon aufgeteilt: 197 ha an: 17 landlose Bauern
und Landarbeiter, 257 ha an 23 Umsiedler, 2 ha an 4 nichtlandwirtschaftlichen
Arbeitern und Angestellte, 7 ha die Gemeinde, 20 ha an die VdgB
1960-1990
LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) Typ III
1992
Gründung des Vereins schloss bröllin e.V., mietete von der Treuhandanstalt
1993
der Gutshof wurde insgesamt unter Denkmalschutz gestellt
2000
Gutshof-Besitzer: schloss bröllin e.V.
Quellen: Historisches Lexikon Nr. 4778 Landesarchiv Vorpommern
Greifswald, „Die Uckermark“ Nr. 13040 w.o.
Sagen und Geschichten - Bröllin

Vom kartenspielenden Teufel Im Nordosten der Uckermark,
südöstlich der pommerschen Nachbarstadt von Prenzlau, Pasewalk, liegt
Bröllin. Die Landschaft um Bröllin muß schon immer auf die Anwohner und
Besucher einen etwas mystischen Eindruck gemacht haben.
Bereits um die Jahrhundertwende wurden über viertausend Jahre alte Grabstätten
von steinzeitlichen Ackerbauern und Viehzüchtern entdeckt. Wieder ist
es ein großer Stein, im Volksmund auch "Teufelsstein" genannt. Wie so
viele seiner Artgenossen wurde auch er ein Opfer der "Steinschläger",
die ihn sprengten und als billiges Baumaterial benutzten. Wieder störte
es den Teufel, wie an anderen Orten, daß auch hier eine Kirche gebaut
werden sollte. Er nahm den Stein und versuchte, die Baustelle zu zerstören.
Er verfehlte aber sein Ziel; der Stein fiel nieder und bohrte sich in
den Boden. Die Oberfläche trug verschiedene Zeichen, die wie eine ausgespreizte
Hand aussahen und Löcher, die wie "Knebellöcher" ausgesehen haben. Die
sollen aber entstanden sein, als der Teufel mit einem früheren Besitzer
von Bröllin Karten gespielt haben soll.
Vielleicht handelte es sich bei diesem Stein um einen seit der Stein-
und Bronzezeit verehrten Kultstein.
Große Steine waren oft ein Grund zur Verehrung, wie die vielen Dinge der
Natur, die die damaligen Menschen umgab, ja von denen sie abhängig waren.
Man denke nur daran, daß der Stein weit über tausend Jahre hinweg einer
der wichtigsten Rohstoffe zur Werkzeugherstellung war, und auch zum Allernötigsten,
was man damals zum Überleben brauchte, der Feuererzeugung, diente.
Auf solchen Steinen wurden in der Vorzeit im Rahmen von feierlichen Handlungen
Schälchen und andere Symbole aufgebohrt, die in bestimmten Anordnungen
sichtbar sind. Die genaue Bedeutung aber ist bis heute, trotz umfangreicher
Erforschungen, unklar.
Leider kann man jetzt, da auch der Brölliner "Teufelsstein" nicht mehr
da ist, keine Recherchen mehr anstellen. Ob der Teufel gar mit jenem Adam
von Lindstedt auf dem Stein Karten gespielt hat, der im 17. Jahrhundert
nachweislich lebte, sei dahingestellt. Jedoch trug sich damals folgender
Fall zu.
Von Lindstedt wurde der Hexerei beschuldigt. Um diesen Gerüchten nachzugehen,
kam eine Untersuchungskommission aus Prenzlau mit dem Hofrichter persönlich
nach Bröllin, um der Sache nachzugehen. Man suchte nicht lange und fand,
unter einem Fliederstrauch versteckt, allerhand "Beweismaterial". Dieses
bestand aus einer hölzernen Truhe mit folgendem Inhalt: Bücher über die
"Schwarze Kunst", also Schriften über Magie mit allerhand Beschwörungstexten,
der Totenkopf eines Menschen, eiserne Ketten vom Hochgericht, dem Galgen
oder Rad, verschiedene Spiegel aus Kristall und anderes Gerät, welches
ein Schwarzmagier ebenso braucht. Daraufhin verhaftete man Adam von Lindstedt
und brachte ihn zur Festung Spandau bei Berlin. Was aus ihm geworden ist,
weiß man leider nicht, obwohl anzunehmen ist, daß im Fall eines Prozesses
er sicherlich verbrannt worden wäre, oder er im Gefängnis verhungerte,
wenn er nicht vorher bereits an den Folgen der "peinlichen Befragung",
der Folter, verstorben war.
Quelle: Teufelssteine, Unheimliche Geschichten von den Ufern des Flusses
Ucker, ARKADIEN e. V., Schibri-Verlag, 1997 |